Treffen am 06.02.2014 Kapitel „Heisse M. zu verkaufen“

Hello, hello,

verzeiht mir, wenn ich das Wort hier in diesem Blog nicht ausschreibe. Der Untertitel des Kapitels war an diesem Donnerstag „Der Kulturmarkt und seine Bilder von der Sexualität schwarzer Frauen“. bell hooks bespricht in diesem Kapitel, die Übersexualisierung schwarzer Frauen in unserer Gesellschaft. Und wir haben uns in der Hinsicht angesprochen gefühlt, dass es kaum schwarze Künstlerinnen gibt, die nicht als die exotische, wilde Künstlerin dargestellt werden oder sich auch selbst so darstellen, um größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Welche Auswirkung hat aber diese Darstellung auf das Bewusstsein und die Sexualität schwarzer Frauen im Alltag? Halten wir uns mit unserem Mak-up, Haar und Kleidung zurück, um nicht gleich dem stereotypischen Bild der übersexualisierten schwarzen Frau zu entsprechen? Was sagt die HIV-Kampagne mit der schwarzen Frau und dem Satz „Ich will’s ernsthaft“ (siehe Galerie) über das vorherrschende Bild der Sexualität schwarzer Frauen in dieser Gesellschaft aus? Dass schwarze Frauen in der Regel nicht eine ernsthafte Verbindung wollen? Oder ein Versandhaus-Katalog, der zwar punktuell schwarze Frauen abbildet, aber im Bereich Unterwäsche/Bademoden durchgängig nur schwarze Frauen zeigt? Die Sexualität schwarzer Frauen wird als freier wahrgenommen, obwohl dies im Endeffekt gerade wegen der unterstellten Freizügigkeit für die einzelne schwarze Frau sogar meist das Gegenteil ist. Um nicht zur Exotin zu werden, wird sie zur Mummy oder Neutrum. Wie kann sie aber Eigentümerin ihrer Sexualität werden? Eine Sexualität die weder verlocken noch zu Fall bringen soll? Hier zitiert bell hooks Annette Kuhn aus „The Power of the Image: Essays on Representation and Sexuality“: „…um herrschenden Darstellungen zu entgegnen, ist es erst einmal nötig zu verstehen, wie sie funktionieren. Ist das klar, können wir nach Ansatzpunkten für eine produktive Umwandlung suchen. Aus diesem Verständnis ergeben sich dann verschiedene politische Vorgehensweisen und Praktiken für eine oppositionelle Kulturproduktion.“ Das ist die Herausforderung, der sich schwarze Frauen stellen müssen. Wir müssen unsere Sexualität benennen und darstellen können, in dem wir sexuelle Subjekte werden, nicht länger fremdbestimmt als Objekt. Also dies nur eine kurze Zusammenfassung der Gedanken unseres letzten Treffens. Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel „Müssen wir jede Frau Schwester nennen“. Wir treffen uns aber erst am 20.02, da wir am 13.02 gemeinsam mit dem Buchclub zur Tanzaufführung »3 Women« und »Africa« gehen (siehe auch https://gowomenofcolour.wordpress.com/2014/02/02/tanzauffuhrung-3-women-und-africa-black-history-month-frankfurt-08-02-20-06-2014/)

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